Erster Österreichischer Tag der Personenbetreuung
Am 1. Juli wurde der Erste Österreichische Tag der Personenbetreuung begangen. Vor genau 19 Jahren trat in Österreich das Gesetz in Kraft, das seitdem die Personenbetreuung regelt. Der Fachverband Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Österreich hat nun den 1. Juli 2026 zum Ersten Österreichischen Tag der Personenbetreuung erklärt. Mit diesem Tag soll der Fokus auf Maßnahmen gelenkt werden, die notwendig sind, um insbesondere die Betreuung daheim in den eigenen vier Wänden, die 24-Stunden-Betreuung, für die Zukunft nachhaltig abzusichern.
Aus diesem Anlass lud die Plattform Personenbetreuung – eine interdisziplinäre und parteiunabhängige Interessengemeinschaft, bestehend aus Stakeholdern aus der Betreuungs- und Pflegebranche, sowie Angehörigen- und SeniorenvertreterInnen – an diesem Tag zuem Expertentalk „Ist die 24-Stunden-Betreuung unverzichtbar?“
Referenten waren bei dabei unter anderem:
- Birgit Gerstorfer, Pensionistenverband Österreichs (PVÖ)
- Yvonne Heuber, Vidaflex
- Johannes Pressl, Österreichischer Gemeindebund
- Elisabeth Potzmann, Österreichischer Gesundheits- und Krankenpflegeverband (ÖGKV)
- Mario Tasotti, Sprecher der Plattform Personenbetreuung und Allg. beeideter und gerichtlich zertifizierter Sachverständiger für Vermittlungsagenturen
- Christina Tatar, Personenbetreuerin
- Roland Wallner, Hilfswerk Österreich
Erfreulich war für die zahlreich erschienen Teilnehmer der Veranstaltung, das Bekenntnis aller Referenten dazu, dass es faire, marktkonforme Honorare für die Betreuerinnen geben muß und dass die Betreuung für die betreuten Menschen leistbar bleiben muß. Deshalb ist die Erhöhung der staatlichen Förderung von derzeit 800 Euro pro Monat überfällig, ebenso wie Erhöhung der Einkommensgrenze, bis zu der man die Förderung ausgezahlt bekommt. Diese Grenze liegt bei 2.500 Euro und wurde noch nie seit dem Jahr 2007 valorisiert oder gar erhöht!

Zukunftssichere und faire 24-Stunden-Betreuung für alle

Die Krise der 24-Stunden-Betreuung
Untragbare Kosten für Familien
Abwanderung von Betreuungskräften

Gemeinsam für eine zukunftssichere Betreuung

Faire finanzielle Entlastung für Familien

Qualitätssteigerung in der Betreuung

Nachhaltige Zukunft für BetreuerInnen
Unsere 9 Punkte für eine sichere & faire 24-Stunden-Betreuung
1. Förderung für die 24 Stunden Betreuung (dzt. € 800) verdoppeln und jährlich valorisieren
2. Einkommensgrenze für Förderzugang anpassen (seit 2007 unverändert bei € 2.550)
3. Festlegung der Fördermodalitäten für geteilte 24 Stunden Betreuung
4. Unterstützung aus der Sozialhilfe neu ordnen
5. Betreuungskräften aus Drittstaaten die Betreuungsarbeit in Österreich ermöglichen
6. Förderung von Fortbildungsmaßnahmen für Betreuungskräfte
7. Einführung eines SVS-Fonds für Personenbetreuer:innen
8. Qualitätszertifikat ÖQZ-24 für alle Organisationen von Personenbetreuung* verpflichtend machen
9. Begleitung der 24 Stunden Betreuung durch Fachpflege fördern
Das österreichische Pflege- & Betreuungssystem steht kurz vor dem Abgrund
Frau Maria und die unerschwingliche 24-Stunden-Betreuung



Zu Hause, wo ich mich geborgen und geschützt fühle
Die Stimmen hinter der Plattform







Häufig gestellte Fragen zur Plattform Personenbetreuung
Wer wir sind, was wir wollen und warum das so wichtig ist.






